1. Platz Projektwettbewerb Bahnhofplatz Genf Cornavin

Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), das Bundesamt für Verkehr (BAV), der Kanton Genf und die Stadt Genf planen die unterirdische Erweiterung des Bahnhofs Cornavin. Dieser Ausbau wird notwendig, weil die Schieneninfrastruktur zur Steigerung der Kapazität des Bahnhofs bis 2031 um zwei Gleise erweitert wird.
In einem Wettbewerb wurde die zukünftige Gestaltung der Plätze um den Bahnhof von multidisziplinären Teams bearbeitet.

Das Team Guillermo Vázquez Consuegra aus Barcelona, Frei Rezakhanlau aus Lausanne und die Emch+Berger Verkehrsplanung haben am Architekturwettbewerb teilgenommen und es bis in die letzte Runde geschafft. Am 23.4.2018 wurde offiziell bekannt gegeben, dass unser Team den Wettbewerb gewonnen hat. Gleichzeitig wurde eine Ausstellung eröffnet, in der sich Interessierte über die Projekte und geplante Veränderungen im Umfeld des Bahnhofs informieren können.

Das Konzept überzeugt durch seine hohe Effizienz: Speziell die Integration des neuen unterirdischen Bahnhofs und seiner Zugänge in das bestehende Stadtgefüge sticht hervor. Durch die Realisierung einer neuen durchgehenden Fassade auf der Nordseite des Bahnhofs wird die Sichtbarkeit der Bahnhofs erhöht und eine neue Identität geschaffen. Ausserdem ermöglicht dieser architektonische Eingriff, die Zugänge zu den Perrons des unterirdischen Bahnhofteils gut mit dem bestehenden Bahnhof zu verbinden.

Darüber hinaus stellt das Konzept den Fussgänger in den Mittelpunkt der Umstrukturierung, indem es Räume für Bewegung und für den Aufenthalt bietet, während die Wunschlinien der Fussgänger berücksichtigt werden. Die Verkehrsanbindung und die Durchlässigkeit in Ost-West-Richtung werden verbessert, die Passagen aufgewertet und die Lenkung der Personenflüsse verstärkt. Eindruck hinterlassen hat nicht zuletzt hat auch die Präsentation mit einer Simulation der Verkehrsströme.

Insgesamt hat aber nicht nur das Konzept, sondern auch die durch die Emch+Berger ImmoConsult AG erarbeiteten Strategien zur Umsetzung der Richtlinien sowie die zur Unterstützung des Projektmanagements das Expertengremium überzeugt. Für die fachliche Unterstützung möchten wir uns an dieser Stelle auch bei den involvierten Mitarbeitenden der Emch+Berger AG Bern herzlich bedanken.

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