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Erschliessung Talstation Andermatt – Personenunterführung

Der erste Teil der Unterführung, die Hauptverbindungsachse zwischen dem Dorf Andermatt und dem Resort, wurde 2014 nördlich des Gleisfeldes vorfabriziert und rund 50 m Richtung Süden unter die bestehende Gleisanlage des Bahnhofs verschoben (Abbildung 1: Einschub der Unterführung). Die Verschiebung der rund 2 500 Tonnen schweren Unterführung erfolgte in zwei Etappen. Für den zweiten Teil wurde im 24-Stunden-Betrieb die Fahrbahn entfernt, der Aushub erstellt, die Unterführung verschoben und hinterfüllt und die Gleise wieder eingebaut. Nach rund 120 h Betriebsunterbruch konnte die Bahn über die neue Personenunterführung fahren. (In der Abbildung 2 ist eine Übersicht über den Bahnhof und die geplanten Anlagen ersichtlich.)

Für die Zugänge zur Hauptverbindung wurde 2016 mit den Vorarbeiten begonnen. Es mussten Rühlwände, Spundwände und Bohrpfähle eingebracht und eine 1 100 mm Meteorwasserleitung über einen neuen Dücker umgeleitet werden. Im Frühling 2017 wurden die Hauptarbeiten für den Aufgang Ost zur neuen Talstation und für den Aufgang Süd zum Bahnhofplatz gestartet. Vor Baubeginn wurde im Bereich des Aufgangs Ost eine alte militärische Tankanlage aus dem Jahre 1935 fachmännisch rückgebaut.

Der Ausgang Ost bildet eine rund 50 m lange Unterführung, welche die Gondelbahn mit der bereits erstellten Personenunterführung verbindet. Die Unterführung quert zwei Gleise der Matterhorn Gotthardbahn in Richtung Göschenen und unterquert die Kantonsstrasse. Da die Gleise nur für sechs Wochen unterbrochen werden konnten, wurde der erste Teil der Unterführung in Deckelbauweise erstellt (Abbildung 3: Aushub unter dem Deckel). In dieser Zeit konnten die Spundwände eingebracht und die Ortbetondecke betoniert und mit Stahlvorrichtungen an den Spundwänden aufgehängt werden. Die Unterquerung der Kantonsstrasse erfolgt mit dem Einbau einer Hilfsbrücke, welche ebenfalls auf die Spundwände aufgelagert wurde, in einer Nachtschicht. Die zahlreichen Werkleitungen wurden mit Hilfskonstruktionen über die Baugrube gesichert beziehungsweise aufgehängt (Abbildung 4: aufgehängte Werkleitungen und konventionelle Bauweise des Aufgangs).

Diese Verbindungen gehen Ende 2017 mit der Eröffnung der neuen Gondelbahn in Betrieb. 2018 wird ein weiterer Ausgang auf das Zwischenperron des Bahnhofs erstellt. Diese Massnahme gewährleistet den hindernisfreien Zugang zu drei Perronkanten. Weiter wird im Norden der Personenunterführung die neue Bahnhofshalle erstellt, welche das Tor zum neuen Resort bildet und später den Bahnhof selbst darstellen wird.

Auf kleinstem Raum wurden fast alle Disziplinen des Spezialtiefbaus angewendet. Das Projekt wurde dadurch zu einer komplexen Infrastrukturanlage (Abbildung 5: 3D Modelle der unterirdischen Fussgängerverbindungen).

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