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Hybridbauweise bei Mehrfamilienhäusern: Zukunftsweisende Kombination von Holz- und Massivbau

Die Hybridbauweise bietet gerade für den Wohnungsbau zahlreiche Vorteile. Sie punktet insbesondere beim Brand- und Schallschutz sowie bei der Statik, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. Wir begleiten den Bau einer Mehrfamilienhaus-Siedlung, die in Hybridbauweise erstellt wird.

Hybridbau bedeutet die Verbindung von Holz- und Massivbauweise. Dabei werden die Holzelemente im Fassadenbereich eingesetzt, während die Tragelemente und aussteifenden Elemente in Massivbauweise erstellt werden. Dank dieses Verfahrens können die heutigen hohen Anforderungen an den Brand- und Schallschutz, wie sie z.B. beim Stockwerkeigentum gelten, mit einer wirtschaftlichen Lösung erfüllt werden. Zum Vergleich: Um einen mehrgeschossigen reinen Holzbau zu realisieren, sind kostenintensive Lösungen für den Brandschutz, den Schallschutz und die Erdbebensicherheit nötig. In diesen Bereichen lassen sich beim Hybridbau die Vorteile der Massivbauweise nutzen, was sich positiv auf die Kosten auswirkt.

Für die von uns begleitete Mehrfamilienhaus-Überbauung auf dem Gelände einer ehemaligen Gärtnerei in Pfäffikon (ZH) konnten wir sowohl den Architekten als auch die Bauherrschaft von der Hybridbauweise überzeugen. Es entsteht eine Überbauung mit drei mehrgeschossigen Häusern (je ein Erd-, Ober- und Attikageschoss) mit jeweils ein bis zwei Untergeschossen und zwei separaten Unterniveaugaragen. Wir wurden zunächst als Spezialist für die Planung der Untergeschosse und zur Unterstützung bei der Kostenschätzung für die gesamte Überbauung beigezogen. Bei der Erarbeitung der Kostenschätzung wurde rasch klar, dass eine reine Holzbaulösung für die oberen Geschosse keine wirtschaftliche Lösung darstellt. Nach der Entscheidung für eine Hybridlösung wurde unser Auftrag auf die Planung des Hybridbaus in Zusammenarbeit mit dem Holzbau-Fachplaner ausgeweitet. Dabei galt es vor allem, die Schnittstelle zwischen den Fassadenelementen und den Stahlbetondecken genau zu definieren. Die Hybridlösung sieht vor, dass die Holzelemente nur noch bei den Fassaden und beim Attikageschoss zum Einsatz kommen.

Um die Anbindung der Holzelementfassaden zu gewährleisten und um die Durchbiegung der Betondecken zu minimieren sowie die Abtragung der Deckenlasten zu gewährleisten, werden die Betondecken im Randbereich auf Stahlverbundstützen gelagert. Diese lassen sich in die Holzelementtiefe einpassen und halten – bei hoher Stützlast – die geforderten Brandwiderstände ein. Zudem kommt der Entscheid für eine Hybridlösung den hohen Anforderungen an den Schallschutz entgegen. Und dank der Hybridbauweise muss nicht der Holzbau die Brandabschottung übernehmen, diese wird vielmehr durch die Betondecken und die Massivbau-Trennwände gewährleistet. Auf diese Weise lässt sich auch die Erdbebensicherheit der Gebäudekonstruktion einfach erreichen. Der Spatenstich für die zukunftsweisende Überbauung erfolgte im November 2016, der Bezug ist für Frühling 2018 geplant.

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