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Wirksamer Gewässerschutz: Neues Durchlaufbecken Rishalden in Rothrist

Ein Hauptziel des Gewässerschutzes in Rothrist ist es, zu verhindern, dass bei Regen zu viel Mischabwasser in den Fluss Pfaffnern fliesst. Gewässerökologische Untersuchungen hatten die Notwendigkeit einer Behandlungsanlage mit Überlauf in die Aare aufgezeigt. Wir wurden mit der Planung und Koordination der Bauarbeiten für ein Durchlaufbecken mit Entlastungsleitung in die Aare beauftragt.

Wenn es im Gebiet Rothrist regnete, floss überlaufendes Mischabwasser bis vor Kurzem in den Fluss Pfaffnern. Dessen empfindliches gewässerökologisches Gleichgewicht wurde dadurch beeinträchtigt. Dies zeigte sich vor allem im Bereich der Gewässersohle sowie bei den Lebensgemeinschaften. Um den Gewässerschutz zu verbessern, wurde nun eine Mischwasserbehandlungsanlage, d.h. ein Durchlaufbecken mit einem Nutzinhalt von 500 m3 und einer Entlastungsleitung in die Aare, realisiert. Das Durchlaufbecken Rishalden reduziert dank seiner Speicher- und Sedimentationsfunktion die Überlauffrachten in die Gewässer. Unser Auftrag umfasste die gesamte Planung und Realisierung der neuen Anlage inkl. der Beckeneinrichtungen.

Die neue Anlage funktioniert wie folgt: Der Abfluss Richtung ARA wird auf maximal 180 l/s gedrosselt und in einem Messschacht überwacht. Bei Regen gelangt das Mischabwasser über einen Zulaufkanal ins Durchlaufbecken. Bis zu einer Wassermenge von 1‘000 l/s wird das Wasser durch das Durchlaufbecken geleitet. Bei stärkeren Regenfällen und entsprechend höheren und stärker verdünnten Wassermengen erfolgt die Entlastung über ein Lamellenfeinsieb direkt in den Ablaufkanal zur Aare. Das Lamellenfeinsieb ist auf eine maximale Wassermenge von 7‘000 l/s ausgelegt. Im Sedimentationsbereich des Durchlaufbeckens setzen sich die Fein- und Grobstoffe ab. Zusätzlich ist eine bewegliche Tauchwand vorhanden. Nach Ende des Regenereignisses leert eine Pumpe das Becken in den Ablaufkanal zur ARA. Die Reinigung des Beckens erfolgt automatisch mit Spülkippen und einer Schwallspülung. Das Becken ist mit einem Amphibienausstieg ausgerüstet. Es wird von der ARA Aarburg ferngesteuert und bewirtschaftet. Der dafür notwendige Lichtwellenleiter wurde in den bestehenden Kanal zur ARA montiert. Besondere bauliche Herausforderungen im Projekt bildeten die engen Platzverhältnisse und der hohe Grundwasserstand. Die Kosten der gesamten Anlage inkl. der Entlastungsleitung zur Aare belaufen sich auf 3.5 Millionen Franken.

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