Bauherrenvertretung und Qualitätssicherung am Bau – zwei Paar Schuhe!

Sowohl die professionelle Bauherrenvertretung als auch die Qualitätssicherung am Bau haben an Wichtigkeit und Bedeutung gewonnen. Bauherren sehen sich bei komplexen Projekten mit vielerlei Herausforderungen juristischer, wirtschaftlicher oder konzeptioneller Art konfrontiert. Der Beizug eines Bauherrenvertreters bietet ein übergeordnetes, zeitsparendes Projektmanagement, die Qualitätssicherung sorgt für eine hohe Ausführungsqualität. 

Bereits im Jahr 2013 wurde durch Studien des Schweizerischen Baumeisterverbands und der ETH wissenschaftlich belegt, welche enormen Kosten und Mehraufwände Bauschäden verursachen. So werden für die Mängelbehebung mindestens 8 % der Bauausgaben aufgewendet, was in der Schweiz jährliche Kosten von rund 1.6 Milliarden Franken verursacht. Als wirksame Gegenmassnahme lohnt es sich, einen neutralen Experten im Bauprozess zu implementieren, der die Qualitätssicherung über die verschiedenen Phasen sicherstellt.

Es ist ratsam, je nach Komplexität und Grösse des Projektes eine Bauherrenvertretung (BHV) zu mandatieren, die sich auf die übergeordneten Bereiche wie das Führen, das Management, die Kosten und die Terminüberwachung konzentriert. Mit unserem zusätzlichen Fachbereich Qualitätssicherung (QS) für Immobilien stellen wir die vertraglich vereinbarte Ausführungsqualität wie auch die Prüfung von Bauteilen durch einen neutralen QS-Experten über sämtliche Gewerke sicher. So entstehen keine Doppelspurigkeiten, und die jeweiligen Spezialisten fokussieren sich auf ihre Kernkompetenzen.

Die Kernkompetenzen der Bauherrenvertretung (BHV) umfassen:

  • Bauherrenvertretung und -beratung 
  • Erarbeiten von Zielen und Vorgaben
  • Organisations-, Prozess- und Schnittstellenmanagement
  • Projektbezogenes Qualitätsmanagement (PQM, Grundlage für die Qualitätssicherung am Bau)
  • Verfahrensplanung, Wettbewerbe, Planerauswahlverfahren 
  • Durchführung von Submissionsverfahren
  • Vertragsmanagement, Projektmanagement
  • Koordination der verschiedenen Anspruchsgruppen
  • Sicherstellung der ordentlichen Projekt- und Bauabläufe
  • Kosten- und Terminüberwachung sowie Nachtragsmanagement
  • Risikomanagement (Baurecht, Kosten, Termine, Abläufe)
     

Die Kernkompetenzen der Qualitätssicherung (QS) beinhalten:

  • Prüfung der Vertragsgrundlagen auf Risiken
  • Analyse von Planunterlagen auf Planungsfehler
  • Qualitätsbegehungen an neuralgischen Punkten
  • Sicherstellung der vertraglich vereinbarten Ausführungsqualität
  • Prüfung von Bauteilen über sämtliche Gewerke
  • Risikoreporting einschliesslich Fotodokumentation
  • Frühzeitige Organisation des Abnahmeprozesses
  • Standarddefinition von Musterwohnungen, Zentralen etc.
  • Werksprüfungen als Vertreter der Bauherrschaft
  • Mängelmanagement
  • Beachtung 2-jährige Rügefrist nach Abnahmen
     
Zurück zur Übersicht
Autor/en
Stefan Semola
Emch+Berger ImmoConsult AG