Zustandsuntersuchungen / Zerstörungsfreie Prüfungen (ZfP)

Unser Team für zerstörungsfreie Prüfung (ZfP) bietet Ihnen Unterstützung bei wichtigen Fragen zum Bauen im Bestand.

Eine zentrale Aufgabe der ZfP ist die Grundlagenbeschaffung für eine bauwerksbezogene Diagnostik. Neben der Zustandsuntersuchung von Bauwerken ermitteln wir erforderliche Informationen – besonders bei fehlenden oder unvollständigen Plänen.

Mit langjähriger Erfahrung und bereitem Fachwissen untersuchen wir unterschiedliche Bauwerke (Kunstbauten, Einstellhallen, Hochbauten, Altbauten) und erfassen relevante Informationen zur Planung, Instandsetzung oder Zustandsbeurteilung.

Mit unserem umfangreichen Gerätepool und unserem Knowhow wählen wir für jede Messaufgabe das optimale Equipment. Je nach Untersuchungstechnik1) und erforderlicher Messgenauigkeit, können gezielte Sondieröffnungen zur Verifizierung der Messergebnisse erforderlich sein. Öffnen, Beurteilen und Verschliessen von Sondieröffnungen erfolgen ebenso durch unser Team vor Ort wie Probenentnahmen zur späteren Laborprüfung. Im Anschluss erstellen wir einen umfassenden, kompakten und übersichtlichen Untersuchungsbericht mit allen Erkenntnissen, Messergebnissen und Befunden.

Unser Bauingenieur-Team vereint die Fachkenntnisse aus den Bereichen Instandsetzung und zerstörungsfreier Prüfung. Nach unserem Prinzip: «Gesamtlösungen sind unser Plus» setzen wir bei umfangreicheren Aufgaben weiteres firmeneigenes Fachpersonal für statische Berechnungen, Erdbebensicherheit, Vermessung, Brandschutz, etc. ein.

1)Auszug unseres Portfolios Untersuchungstechniken:

  • Potenzialfeldmessung 
  • Endoskopie 
  • Elektromagnetische Prüfungen (Radar; Magnetinduktive Wirbelstromverfahren) 
  • Neigungsmessungen 
  • Schichtdickenmessung 
  • Rissmonitoring 

Kontakt

Emch+Berger WSB AG

Emmenbrücke, Cham, Kriens, Sarnen

Referenzen
Die Unterseite einer Brücke aus Beton mit strukturellen Details und Verfärbungen.
2024

Adligenswil, Stützkörper Obmatt (Überprüfung)

Der Stützkörper Obmatt ist Teil der Kantonsstrasse K30 in Adligenswil, welche durch ein Strassenbauprojekt angepasst wird. Bei der letzten Hauptinspektion wurden Schäden (Feuchtstellen, Risse) festgestellt, weshalb die Überprüfung durch den Kanton beauftragt wurde.

Bei der Konstruktion handelt es sich um einen ca. 116m langen Stützkörper mit einer ca. 1.70m breiten Kragplatte. Die Konstruktion ist talseitig auf bis zu 5.7m hohen Stützen aufgelagert.

Ziel der Überprüfung war es, den Bauwerkszustand detailliert zu ermitteln. Dazu wurde ein Untersuchungskonzept erarbeitet. Vor Ort wurden Belagsfenster auf der Oberseite geöffnet (Beurteilung Abdichtung, Dilatationsfugen, Chlorideintrag, Bewehrung). An der Unterseite wurde mittels Materialtechnologischer Untersuchungen ebenfalls der Bewehrungsgehalt und -zustand ermittelt.
Die Materialtechnologischen Untersuchungen am Bauwerk (Potenzialfeldmessung, Entnahme von Chloridproben, Bewehrungsscans und -sondagen) wurden durch die Emch+Berger WSB AG ausgeführt. Die Ergebnisse gingen in die statische Überprüfung des Kunstbaus ein.

Die Erkenntnisse aus der Überprüfung wurden in Abstimmung mit dem geplanten Strassenbauprojekt, als Massnahmenprojekt ausgearbeitet, um Synergien bei der Ausführung zu nutzen.

 

Bild 1
2024

Luzern, Einstellhalle Ruopigen

An der Einstellhalle wurde an mehreren Stellen Bewehrung detektiert und deren Zustand untersucht. Ziel der Untersuchungen war es, für die Planenden fehlende Informationen zur Quantität und Qualität des Tragwerks zu beschaffen. 
Die erdüberdeckte Einstellhallendecke wurde lokal frei- und trockengelegt. Mittels Ferroscan und Bewehrungsradar wurden die oberen Bewehrungslagen detektiert. In Sondieröffnungen konnten die Durchmesser und die Überdeckung der Bewehrung sowie die Aufbaustärke der Abdichtung verifiziert und der Korrosionsgrad der Bewehrungsstäbe beurteilt werden. Im Innenbereich erfolgten Bewehrungsdetektionen an diversen Stellen: Linienmessungen an Deckenfeldern, Flächenmessungen stützennah an Untersichten der Decke und Stützenpilze sowie Flächen- und Linienmessungen an Stützen. Für eine akkurate Messauswertung wurden ebenfalls einzelne Sondieröffnungen erstellt. Sondieröffnungen, Abdichtungen und Erdaushub wurden abschliessend fachgerecht instandgesetzt.

Die Messungen am Bauwerk wurden ausgewertet und zusammen mit den gewonnenen Erkenntnissen über den Zustand in einem Kurzbericht in Wort und Bild (Mess-/Bewehrungsübersichtspläne und Fotodokumentation) dokumentiert.

 

Übersicht Tag
2024

Zustandsuntersuchung Stützmauer Sedel

Die ca. 72 m lange und bis zu 10 m hohe Stützmauer Sedel zwischen Ebikon/Luzern und Emmen (Baujahr: 1974) besteht aus einer verankerten Stahlbetonkonstruktion (die Stützmauer entspricht einer Verkleidungsmauer des anstehenden Felsen). Im Zuge des Überprüfungsprojekts Kunstbauten 2024 erfolgte eine umfassende Überprüfung des Bauwerks inklusive materialtechnischer Zustandsuntersuchungen (Prüfen Bewehrungsgehalt und -zustand, Korrosionswahrscheinlichkeit mittels Potenzialfeldmessung, Chloridgehalt). Die Untersuchungen erfolgten in einem Nachteinsatz ab Hebebühne, um den Verkehr auf dieser wichtigen Verkehrsachse möglichst wenig einzuschränken. Zudem wurden die Drainageleitungen gespült und überprüft. Die Ergebnisse der von uns durchgeführten Untersuchungen gingen in die Statische Beurteilung ein. 

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