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Fischgängigkeit Bibera, Gempenach

Ökologische Aufwertung und Hochwasserschutz

Am Bach Bibera in Gempenach existiert ein ursprüngliches Mühlewehr, welches heute als Speisung für ein Kleinwasserkraftwerk genutzt wird. Auf diese Stromnutzung wird zukünftig verzichtet, womit das Wehr komplett rückgebaut werden kann, um die Passierbarkeit für Fische wieder zu ermöglichen. Im Rahmen des erarbeiteten Vorprojekts wurden sieben Möglichkeiten zur Wiederherstellung der Fischgängigkeit geprüft. Das Planungsteam, welches aus dem Besitzer des Mühlewehrs, Vertreter des Wasserbauunternehmens Bibera "Mittlerer Abschnitt", der Sektion Gewässer des kantonalen Amts für Umwelt sowie dem Fischereiverwalter vom Amt für Wald, Wild und Fischerei bestand, entschied sich einstimmig dafür, das Sohlengefälle der Bibera im Bereich des abzubrechenden Wehrs so anzupassen, dass es dem übergeordneten Längsgefälle des Bachs entspricht. Um die notwendige Wassertiefe für die für die Fischwanderung massgebende Seeforelle zu erhalten, wird eine akzentuierte Niederwasserrinne erstellt. Im Sinne eines kombinierten Projekts (Wiederherstellung Fischgängigkeit und Hochwasserschutz ) sollen gleichzeitig zwei flankierende Massnahmen ergriffen werden, um mittels moderater Gerinneverbreiterung und einem rückwärtigen Damm die angrenzenden Liegenschaften besser vor Hochwasser zu schützen. 

 

Ort
Gempenach
Kunde
Mühle Ritz, Wasserbauunternehmen Bibera "Mittlerer Abschnitt"
Zeitraum
2017
2020
Ansprechpartner
Niels Werdenberg
Projektnummer
UE170025
Tätigkeitsfelder
Wasserbau & Flussbau;Renaturierung & Revitalisierung
Erbrachte Leistungen
Erarbeitung Vorprojekt mit ausführlichem Variantenstudium
Planung spezifischer Längsvernetzungs- und Hochwasserschutzmassnahmen
Charakteristische Angaben
250 m Länge des aufgewerteten Abschnitts
1 Stk. HWS-Damm / Geländemodellierung
1 Stk. Rückbau Wehrschwelle