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Sanierung Liegenschaft Langstrasse 64, Zürich

Das vermutete Baujahr wird auf 1954 geschätzt. Das Gebäude weist ein Unter-., Erd-, 5 Ober- und ein Dachgeschoss auf. Mit Ausnahme des Dachgeschosses, welches in klassischer Holzbauweise erstellt ist, wurde das Gebäude in Massivbauweise ausgeführt. Das bedeutet sämtliche Decken sind als Flachdecken ausgebildet. Der vertikale Lastabtrag findet vorwiegend über Fassadenstützen und Innenwände bzw. -stützen statt.

Erdbebenmassnahmen
Basierend auf einer ausführlichen Erdbebenanalyse wurden Aussteifungsmassnahmen in Gebäudelängsrichtung festgelegt. Hierfür wurden K-förmige Windverbände aus Stahl über alle Geschosse (EG bis 5.OG) eingebaut, welche im UG mittels Mikropfähle in den Baugrund eingeleitet werden.
Die Mikropfähle wurden als bewehrte Sackpfähle ausgebildet. Eine GEWI-Stange mit Grobgewinde bildete dabei die Pfahlbewehrung. Diese wurde mittels Konterverschraubung kraftschlüssig und vibrationsresistent an die Stahlkonstruktion befestigt. Zur Kraftverteilung wurde im Untergeschoss eine Jochkonstruktion vorgesehen, welche die Gründungslasten auf vier Mikropfähle aufteilen. Die Mikropfähle sind auf Zug- und Druckbeanspruchungen für den Lastfall Erdbeben ausgelegt.
 

Bausumme
Honorarberechtigte Baukosten: CHF 250'000.-
Bauherr
Nest Sammelstiftung, Zürich
Architekt
OOS AG, Zürich
Zeitraum
2019
2020
Ansprechpartner
Tätigkeitsfelder
Konstruktiver Ingenieurhochbau
Erbrachte Leistungen
Projektierung, Submission, Ausführung
Umsetzung der Erdbebenmassnahmen
Pfahlfundation
Fachbauleitung
Fachkoordination der verschiedenen Unternehmer
Weiterführende Informationen

Fotos 1-3: Marcel Rickli Fotografie