Sustainability

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Emch+Berger AG Bern

Bern, Biel/Bienne, Brig, Spiez, Fribourg/Freiburg, Kopenhagen (DK), München (DE)

Caspar Labhart
MSc in Umweltgeowissenschaften
Bereichsleiter Umwelt / Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung
Emch+Berger AG Bern
vCard
Emch+Berger ImmoConsult AG

Bern, Zürich, Frauenfeld, Basel, Lausanne, Genève, Luzern

HKP Bauingenieure AG

Zürich, Baden

References
2017
2018

Ufersanierung Aare im Löchligut, Stadt Bern

Bei der Sanierung von 130 m Aareufer im Löchligut wurde eine in der Schweiz neuartige Verbauungsform angewandt, welche durch den Einbau von Totholzstrukturen, Kies und Blocksteinen sowie Pflanzungen diverser Baumarten einen natürlichen Erosionsschutz bilden. Dieses System nennt sich Engineered Log Jam (ELJ) und ist in Nordamerika seit Jahren etabliert. Zusätzlich zum Erosionsschutz bietet ein ELJ durch seine natürlichen Materialien und Strukturen eine Vielfalt an Lebensräumen im und am Gewässer, welche für die Ökologie wertvoll sind.

Durch die Möglichkeit einer mehrreihigen Bepflanzung mit Forstware, welche langfristig das Totholzgerüst ersetzt, ist die ELJ Struktur selbsterhaltend. Neue Bäume können in der zweiten Reihe nachwachsen, während alte aufgrund von Unterspülung oder ähnlichem kippen und zerfallen. Dies führt zu einer fortwährenden Erneuerung des Uferschutzes und ist der Hauptunterschied zum Blocksatz, in welchem keine breite Uferbepflanzung gemacht werden kann. Dieses dynamische System reagiert im Hochwasserfall flexibler als ein harter Uferverbau, welcher abrupt kollabieren kann.

2018
2020

N05 Ersatzmassnahmen Sandgrube Brügg, Biel Ostast, öBB

Durch das Projekt N05 Biel-Ostast wurden diverse Naturwerte und ersatzpflichtige Lebensräume tangiert. Aus diesem Grund wurden in der Sandgrube Brügg Ausgleichs- und Ersatzmassnahmen auf rund 1.2 ha für vorgängig evaluierte Zielarten geplant und ausgeführt. Einerseits wurden mehrere grosse Teiche umgeben von Ruderalstandorten insbesondere für Kreuzkröte und Gelbbauchunke (amphibische Lebensräume) geschaffen. Andererseits wurden als terrestrische Lebensräume Hecken, Krautsäume, Ruderalstandorte, Obstbäume, extensiv genutzte Wiesen, intensiv genutzte Weiden, Magerrasen, Waldränder und Kleinstrukturen neu angelegt. Ausserdem wurde auch eine Steilwand als Brutplatz für Uferschwalben geschaffen.

Die Massnahmen wurden in enger Zusammenarbeit mit kantonalen Fachstellen, Gemeinden und Dritten geplant und dabei in eine übergeordnete Vernetzungsstrategie integriert, was der langfristigen Sicherung der Massnahmen dient. Das Projekt umfasste Vor- und Bauprojekt, Submission sowie die ökologische Baubegleitung.

Mehrfamilienhaus mit integrierter PV-Anlage
2018
2020

Energetische Gesamtsanierung eines Mehrfamilienhauses

Das Mehrfamilienhaus aus den 1920er Jahren wird schrittweise modernisiert und energetisch saniert. Die Grundlage bildet die Gebäudeanalyse, welche für den Gebäudeenergieausweis der Kantone (GEAK) erstellt wurde. Die energetische Gebäudesanierung umfasst die Gebäudehülle (Fenster, Dach, Keller), die Wärmeversorgung (Ersatz Ölheizung) und die Stromversorgung. Im Zuge der Dachsanierung wurde auf eine zusätzliche Dämmschicht eine integrierte Photovoltaik-Anlage (14.42 kWp) installiert, welche einen bedeutenden Anteil an die Stromversorgung beisteuert. Zu diesem Zweck wurde ein Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) mit vier Strombezügern eingerichtet. Zukünftig soll mit einer umweltfreundlichen und zu 100% recyclebaren Salzbatterie der Eigenverbrauch weiter optimiert werden. Die zeitlich gestaffelte Ausführung der Sanierungsmassnahmen ermöglicht einen hohen Eigenfinanzierungsgrad und die Optimierung der Steuerbelastung, womit die Wirtschaftlichkeit der Gebäudesanierung markant verbessert wird. 

2016
2016

Energetische Optimierung

Im Rahmen einer Überprüfung der Betriebsstandorte von SBB Personenverkehr wurde für das SBB-Werk in Yverdon der Energieverbrauch des Areals von Fachspezialisten der Emch+Berger AG Bern beleuchtet.

Für die beim Energie-Check des Betriebes eruierten Massnahmen wurden im Anschluss die Investitionskosten, Betriebskosten und die Energieeinsparung berechnet oder abgeschätzt und die effizientesten Massnahmen aufgezeigt. Mit betrieblichen Optimierungen sowie mit Verbesserung der Wärmedämmung können mit sieben Massnahmen mit einem Payback-Zeitraum von weniger als fünf Jahren jährlich 524 MWh Energie oder 77 Tonnen CO2 Emissionen eingespart werden. Die weiteren Massnahmen sind insbesondere bei Ersatzinvestitionen interessant. Werden alle Massnahmen mit einem durchschnittlichen Rückzahlungszeitraum von 17 Jahren umgesetzt, könnten insgesamt 40% des Energiebedarfs eingespart werden.

2008
2018

Windpark Montagne de Buttes

Emch+Berger ist seit 2008 für die Planung des Windparks Montagne de Buttes (MdB) verantwortlich und hat das Projekt als Generalplaner von der Standortsuche bis zum aktuellen Projektstand geführt. Unsere Kunden sind die beiden Investoren Groupe E Greenwatt SA und die Services Industriels de Genève.
Das Projekt sieht 20 Windenergieanlagen der 3 MW-Klasse vor. Mit einer installierten Leistung von 60 MW und einer jährlichen Stromproduktion von rund 100 GWh kann der Windpark Montagne de Buttes rund 10% des Strombedarfs des Kantons Neuenburg decken.

Emch+Berger ist insbesondere mit folgenden Aufgaben betraut:

  • Gesamtleitung und Koordination des Projekts inkl. operative Führung der Begleitgruppe sowie Beauftragung und Führung der Subplaner
  • Diskussion, Zusammenarbeit, Vertragsverhandlungen usw. mit Gemeinden, Landeigentümern, kommunalen und kantonalen Behörden, Schutzorganisationen, Anwohnern, Opponenten und Interessierten
  • Machbarkeitsstudie, technische Planung, finanzielle Modelle (Business Cases), Vergabeprozess mit den Anlagenlieferanten, Planung der Erschliessung und Netzanbindung
  • Bewilligungsverfahren und Raumplanung. Erarbeitung des kantonalen Sondernutzungsplans unter Mitwirkung eines Subplaners aus dem Kanton Neuenburg
  • Umweltverträglichkeitsstudie (Vorstudie und Hauptstudie) des Windparks inklusive aller hierfür nötigen Infrastrukturbauten innerhalb des Parks
  • Umweltverträglichkeitsstudie der neu zu erstellenden, unterirdischen Hochspannungsleitung

Als nächste Schritte werden das Baugesuch eingereicht, die Planung bis zur Ausführungsreife vertieft und die Auftragsvergabe für die Lieferung der Windenergieanlagen vorbereitet.

Trotz der Grösse des Projekts ist es Emch+Berger gelungen auf lokaler und kantonaler Ebene bei Politik, Bevölkerung, Landeignern eine hohe Akzeptanz zu schaffen. Der Windpark Montagne de Buttes ist heute eines der grössten und zugleich eines der wenig umstrittenen Windenergieprojekte der Schweiz.