Back to overview

Gefahrenkarte Los Seeland West

Emch+Berger AG Bern erarbeitete in Zusammenarbeit mit dem Geotechnisches Institut AG die Gefahrenkarte für mehrere Gemeinden im Berner Seeland. Die Gefahrenkartierung ist eine wichtige fachliche Grundlage für die Raumplanung sowie die Planung von prozess-spezifischen Schutzmassnahmen. Die topographische Situation des Untersuchungsgebiets im Grossen Moos erforderte eine Beurteilung von verschiedenen Naturgefahrenprozessen. Neben Gefährdung durch lokal begrenzte Rutschkörper in den steilen Böschungen der glazial geprägten Molasseterrassen wurden hauptsächlich Gefährdungen durch Wassergefahren ausgeschieden. Als massgebende Gefahrenquellen wurden dabei der Hagneckkanal (inkl. Dammbruch), diverse kleinere Fliessgewässer, Murten- und Neuenburgersee, Oberflächenwasser sowie der Grundwasserkörper im Grossen Moos betrachtet. Deshalb wurden neben den hydrologischen und hydraulischen Berechnungen für die Fliessgewässer GIS-basierte Modellierungen für See- und Grundwasserhochstand eingesetzt. Die Überflutungsflächen durch Seehoch-stand wurden aufgrund statistisch erhobener Seehochstände ausgeschieden, dabei wurde auch der Wellenschlag in die Gefahrenbeurteilung miteinbezogen. Der Grundwasseraufstoss wurde mit einem eigens entwickelten Modell, basierend auf den statistischen Pegel diverser Grundwassermessstationen, modelliert.

Ort

Ereigniskataster und Naturgefahrenkarten

Kunde

Gemeinden Gampelen, Ins, Bargen, Brüttelen, Müntschemier, Treiten, Finsterhennen, Kallnach, Siselen, Walperswil, Epsach und Bühl

Zeitraum
2009
2010
Tätigkeitsfelder
Naturgefahren
Erbrachte Leistungen

Projektleitung, Datenauswertung, Felderhebung, Hydrologische und hydraulische Berechnungen, Modellierung Grundwasser- und Seehochstand, GIS-Applikationen

Charakteristische Angaben

Fläche Gemeinden (kumuliert) : 90 km2

Gerinnelänge Gemeinden (kumuliert): 140 km

Uferlänge See: 5 km

Untersuchte Prozesse:

Ausuferungen Fliessgewässer

Seehochstand

Grundwasseraufstoss

Dammbruch

Rutschungen und Hangmuren

Steinschlag